Bei der Beantwortung der Frage, ob eine Baulichkeit für die Nutzung des land- und forstwirtschaftlichen Grünlandes "erforderlich" im Sinne raumordnungsrechtlicher Regelungen ist, ist an die hiefür maßgeblichen Kriterien ein strenger Maßstab anzulegen. Die Erforderlichkeit ist nach einem objektiven Maßstab zu beurteilen (vgl. zu § 3 Abs. 3 lit. a Kärntner Gemeindeplanungsgesetz 1982 VwGH 28.4.1997, 94/10/0148, mit Verweis auf VwGH 27.3.1995, 93/10/0175; 3.10.1988, 87/10/0133; vgl. weiters zur Vorgängerbestimmung des § 28 Abs. 1 K-ROG 2021, sohin zu § 5 Abs. 5 Kärntner Gemeindeplanungsgesetz 1995 VwGH 9.10.2000, 98/10/0109; siehe auch VwGH 5.11.2019, Ra 2019/06/0107 bis 0109; 26.3.2019, Ra 2018/05/0220; 19.3.2015, 2013/06/0192; 7.8.2013, 2013/06/0076). Dabei ist immer auf die Erforderlichkeit für den konkreten landwirtschaftlichen Betrieb abzustellen (vgl. zu § 5 Abs. 5 Kärntner Gemeindeplanungsgesetz 1995 VwGH 20.12.2022, Ra 2019/06/0256, mit Verweis auf das zu § 19 NÖ Raumordnungsgesetz 1976 ergangene Erkenntnis VwGH 3.7.2007, 2006/05/0068, VwSlg. 17.236 A). Der anzuwendende strenge Maßstab soll verhindern, dass die Bestimmungen der Flächenwidmung umgangen und auf diese Weise die für die Landwirtschaft bestimmten Grundflächen zersiedelt werden können (vgl. VwGH 3.7.2007, 2006/05/0068, VwSlg. 17.236 A, mit Verweis auf VwGH 28.6.2005, 2003/05/0012).
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