JudikaturVfGH

G225/09 ua – Verfassungsgerichtshof (VfGH) Entscheidung

Entscheidung
07. Oktober 2009

Spruch

Die Anträge werden zurückgewiesen.

Begründung:

I. 1.1. Das Oberlandesgericht Wien begehrte aus Anlass eines bei ihm anhängigen Verfahrens in dem hg. zu G225/09 protokollierten Antrag,

in §634 Abs10 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes - ASVG, BGBl. Nr. 189/1955 in der Fassung der 68. ASVG-Novelle, BGBl. I Nr. 101/2007,

1. die Wortfolge "die mehr als 746,99 € monatlich betragen" und

2. in Z1 die Wortfolge "mehr als 746,99 €",

als verfassungswidrig aufzuheben.

1.2. Mit auf Art140 Abs1 B-VG gestützten Anträgen begehrt das Oberlandesgericht Linz in den hg. zu G229/09, G230/09 und G231/09 protokollierten Verfahren,

§634 Abs10 ASVG und §293 Abs1 lita sublit. aa ASVG idF der 68. ASVG-Novelle, BGBl. I 101/2007,

in eventu

in §634 Abs10 ASVG idF der 68. ASVG-Novelle, BGBl. I 101/2007,

1. die Wortfolge ", die mehr als 746,99 € monatlich betragen," und

2. in Z1 die Wortfolge "mehr als 746,99 €",

als verfassungswidrig aufzuheben.

1.3. Das Oberlandesgericht Linz begehrte in den hg. zu G240/09 und G241/09 protokollierten Anträgen,

§634 Abs10 ASVG idF der 68. ASVG-Novelle, BGBl. I 101/2007,

in eventu

in §634 Abs10 ASVG idF der 68. ASVG-Novelle, BGBl. I 101/2007,

1. die Wortfolge "die mehr als 746,99 € monatlich betragen" und

2. in Z1 die Wortfolge "mehr als 746,99 €",

als verfassungswidrig aufzuheben.

1.4. Mit dem hg. zu G239/09 protokollierten Antrag begehrt schließlich das Oberlandesgericht Linz,

§319 Abs5 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes - GSVG, BGBl. Nr. 560/1978 in der Fassung der 33. GSVG-Novelle, BGBl. I Nr. 101/2007,

in eventu

in §319 Abs5 GSVG idF der 33. GSVG-Novelle, BGBl. I 101/2007,

1. die Wortfolge "die mehr als 746,99 € monatlich betragen" und

2. in Z1 die Wortfolge "mehr als 746,99 €",

als verfassungswidrig aufzuheben.

2. Der Verfassungsgerichtshof hat über bestimmt umschriebene Bedenken ob der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen nur ein einziges Mal zu entscheiden (siehe VfSlg. 13.085/1992 mwN). Da die von den Oberlandesgerichten Wien und Linz gegen die angefochtenen Bestimmungen vorgetragenen Bedenken mit jenen übereinstimmen, über die der Verfassungsgerichtshof bereits mit dem Erkenntnis vom 24. September 2009, G165/08 ua., abgesprochen hat, waren die vorliegenden Anträge auf Aufhebung des §634 Abs10 ASVG in der Fassung der 68. Novelle zum ASVG und des §319 Abs5 GSVG in der Fassung der 33. Novelle zum GSVG, die aus zeitlichen Gründen nicht mehr in das Verfahren zu G165/08 ua. einbezogen werden konnten, wegen entschiedener Sache als unzulässig zurückzuweisen. Soweit die Aufhebung nur bestimmter Wortfolgen in den genannten Bestimmungen beantragt wird, sind die Anträge wegen zu engen Anfechtungsumfangs, soweit die Aufhebung des §293 Abs1 lita sublit. aa ASVG in der Fassung der 68. ASVG-Novelle beantragt wird, mangels Darlegung der Bedenken im Einzelnen zurückzuweisen (vgl. auch insoweit das Erkenntnis vom 24. September 2009, G165/08 ua., Pkt. IV.A.1.2. und IV.A.2.1. bzw. IV.A.2.2. der Begründung).

II. Dies konnte in sinngemäßer Anwendung des §19 Abs3 Z2 litc VfGG und gemäß §19 Abs3 Z2 litd VfGG in nichtöffentlicher Sitzung ohne vorangegangene mündliche Verhandlung beschlossen werden.

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